Motivation - Ziele setzen und erreichen

Motivation - Willensstark und selbstbewusst Ziele erreichen!

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Motivation pur!- So würden wir jeden Leistungssportler beschreiben...

Eigene Motivation, wie ist es bei uns und unseren Vorhaben? Vorhaben wie Abnehmen? Ernährung verändern? Öfters laufen und/oder schwimmen gehen? Vielleicht sonstige sportliche Aktivitäten auszuführen?
Bei einem Leistungssportler bedeutet mentale Stärke und eigene Motivation, die optimale Leistung abzurufen, wenn es darauf ankommt. Bei uns Freizeitsportlern bedeutet es hauptsächlich, den inneren Schweinehund zu überwinden und das zu machen, was sich jeder einzelne vorgenommen hat. Auch dann, wenn die Motivation nicht immer dabei ist.

Das eigene Selbstbewusstsein, Rückschläge wegstecken zu können und ein Ziel konsequent zu verfolgen, sind für uns Freizeitsportler sehr wichtig um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Nur wie kommen wir dem Ziel näher?

Klar können wir einen strikten Plan verfolgen und den stupide abarbeiten. Das Problem bei der Sache ist nur meistens unsere Psyche. Nicht immer will diese so, wie es jeder einzelne gerne von uns hätte.
Wie oft stand schon eine Einheit auf dem Trainingsprogramm und wir führten diese nicht aus. Die Ausreden wie schlechtes Wetter, Müde von der Arbeit und/oder keine Lust sind Standard Ausreden, welcher jeder von uns kennt.

Es gibt aber einen Weg, seine Motivation so aufzubauen, dass das ausbleiben der Lust auf das Training drastisch gesunken werden kann.

Denn die Motivation ist die treibende Kraft unseres Handelns.

Sie beeinflusst die Ausdauer, das Investment, das wir in unser Ziel stecken und den Tatendrang.

Solange wir motiviert sind, läuft alles perfekt. Jeder von uns ist fokussiert und voller Freude. Um diesen Zustand zu erreichen oder diesen aufrecht zu erhalten, bedarf es einiges an Arbeit.

Wichtig: Jeder motiviert sich auf seine eigene Art.

Der einer will abnehmen, der andere steht vor einem Wettkampf oder trainiert vielleicht einfach um Spaß zu haben.
Trotzdem kämpft jeder von uns seinen eigenen Kampf um täglich die Motivation aufs neue zu entfachen. Mal mehr und mal weniger...

Es gibt diverse Techniken die Motivation zu pushen:

  • auf die eigenen Stärken konzentrieren

  • aktivierende und anregende Musik auflegen

  • aktivierende Selbstgespräche führen z.B. "Ich kann das und ich schaffe das!"

  • in Gemeinschaft Trainieren

  • anderen vom eigenen Vorhaben erzählen

Die Motivation an zu pushen funktioniert für jeden von uns sehr individuell. Deshalb gibt es nur ausprobieren und ehrlich zu sich selbst sein!

Für eine dauerhafte Energie Mobilisierung - Motivation spielt das Endziel eine große Rolle. Hält sich jeder von uns sein Ziel dauerhaft vor Augen, ist die Motivation größer. Ist das Ziel an sich zu weit weg und keine Zwischenziele gesetzt, wird es schwer sich über einen längeren Zeitraum motivieren zu können.

Hier muss ich ehrlich sagen, habe ich mein großes Problem entdeckt. Weil, wenn der Wettkampf zu weit entfernt ist, klappt es mit dem Training auf lange Sicht bei mir nicht so richtig. Setze ich mir zwischendurch kleine Wettkämpfe als Zwischenziele, kontrolliere ich damit immer wieder meine Leistung. Die Motivation bleibt dann um weiter zu machen. Hier ist es nicht wichtig, ob die Leistung die ich erbracht hatte besser oder schlechter ausgefallen ist.

Hier geht es darum, die Erkenntnis zu haben: "Ja, ich bin gut im Training vorangekommen oder vielleicht auch, nein, ich muss noch was machen um mein Ziel am Ende zu erreichen."

Am einfachsten ist es sich mit seinem Ziel auseinander zu setzen in dem ihr euch das Endziel aufschreibt und Zwischenziele definiert. Eine zeitliche Abfolge würde hier auch eine Hilfe darstellen. Schriftlich erfasste, sollte es irgendwo aufgehängt werden, wo ihr es jeden Tag sehen könnt und es euch an euer Ziel somit immer wieder erinnert.

Ziele setzen nach dem SMART Prinzipien:

Eure Ziele sollten möglich spezifisch und detailliert aufgeschrieben werden.

Messbare sowie greifbare Formulierungen ermöglichen erst die Kontrolle.

Das Ziel sollte ansprechend für Euch sein. (Wer nicht genau weiß, warum er etwas erreichen will, wird es auch nicht erreichen)

Wichtig ist es für euch die Ziele realistisch auszuarbeiten. Sollte sich eure Lebenssituation verändern, können die Zwischenziele sowie auch das Endziel immer neu definiert werden.

Bei mir ist es immer der Knackpunkt, dass die Terminierung fehlt. Wann genau ist welcher Wettkampf sinnig und buchbar? (So würde ich außerdem schon festgelegte Zwischenziele mit einem festen Datum haben.)

Damit wäre der Anfang zum erreichen der Ziele jetzt gemacht!

Euer Ziel steht fest und die Zwischenziele mit festen Terminen auch. Jetzt geht es nur noch darum, dieses in den Alltag zu integrieren.
Wenn das Training zu einer Routine wird, wie das Zähneputzen morgens, dann bleiben wir auch besser dran. Für manche von euch ist es bestimmt sinnvoll feste Termine zu legen und sich diese frei zu halten von anderen Verpflichtungen. Für andere hilft es, wenn ein Personal Trainer die Planung übernimmt und man nur das macht, was im Trainingsplan steht.
Alternativ könnt Ihr ein Tagebuch oder einen Blog führen und eure Erfolge und Misserfolge aufschreiben.

Vergesst nicht bei einer besonders guten Woche euch eine Belohnung zu geben! Das Endziel und die dauerhafte Motivation sind dann erreichbar.

Ironman 70.3 Jönköping - Schweden Wettkampfbericht

Meine Ironman 70.3 Reise mit dem Camper

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Wie seit vielen Jahren, auch dieses Jahr, wollte ich einen Wettkampf mit einem neuen Ort verbinden und so entschied ich mich 2017 mich für den Ironman 70.3 in Schweden für 2018 an zu melden.

Über Schweden hatte ich schon so viel gehört und die meisten schwärmten von den wunderschönen Landschaften. Daher war meine Idee, ein Wohnmobil zu leihen und die Reise zum Triathlon auf diese Art und Weise zu gestalten. Ganz nebenbei könnte ich so Dänemark auch ein bisschen erkunden.

Nach langem hin und her, vor allem mit meiner Freundin, lieh ich mir bei Roadsurfer einen VW-Camper.

Im Juni 2018 wurde dann alles gepackt und die Tour ging los.

Wir starteten Richtung Kiel und schafften am 1. Tag die ersten knapp 500 Kilometer. Vor Ort besuchten wir eine Freundin. Bei ihr konnten wir die erste Nacht in der Garageneinfahrt übernachten und so ganz gechillt als Camper starten.

Ich muss zugeben, dass es schon ein Highlight war in einem Camper zu schlafen. Ziemlich eng und es wurde doch frisch werden, trotz der neuen Schlafsäcke. Zum Glück gab es morgens im Haus der Freundin eine warme Dusche und frischen Kaffee.

Unser nächster Stopp und damit nach weiteren 400 Kilometern war Kopenhagen. Eine sehr schöne Stadt, auch wenn sie etwas teuerer ist. Wir machten eine kleine Stadtbesichtigung, gingen was leckeres essen und suchten unseren ersten Schlafplatz. Da wir nicht auf einem Campingplatz schlafen wollten, suchten wir nach einem abgeschiedenen Parkplatz für uns und unseren Camper. Tatsächlich war das gar nicht so schwer. Dank sei Googlemaps. Wir fanden eine große Wiese direkt in der Nähe der Nordsee, fuhren dorthin und stellten den Camper ab. Die Nacht verlief reibungslos. Erst am Morgen auf der öffentlichen Toilette wurde es gruselig. Die Spinnen hatten eine beachtliche Größe und konnten sich recht schnell von der Decke abseilen. Meiner Freundin gefiel das natürlich sehr gut...

Wir frühstückten mit Blick auf die Nordsee und mein erstes Camper-Ei wurde gebraten und dann ging es auch schon Richtung Schweden.

Nach weiteren knapp 350 Kilometern und riesigen Brücken, kamen wir nach 3 Tagen in Jönköping Schweden unserem Ziel an.

Leicht erschöpft, aber glücklich, hielten wir direkt in der Stadt am Start der Schwimmstrecke an und gingen nur noch schnell was essen und schliefen. Mitten in der Stadt zu schlafen in einem Camper war auch eins meiner Highlights der Reise. Zum Glück haben wir keine Probleme mit Nachbarn oder sonstigen Personen bekommen.

Da wir unser Glück für 3 Nächte nicht überstrapazieren wollten und auf der Suche nach einer Dusche waren, fuhren wir zuerst zum nächstgelegenen Schwimmbad. Kleine Runde schwimmen mit einer Dusche kombinieren.... Zuerst jedoch entschieden wir uns eine kleine Runde am See zu laufen und so die Muskeln für den Wettkampf und nach dem langen sitzen zu aktivieren, dabei liefen wir direkt durch einen Campingplatz. Dieser sah sehr nett und tatsächlich ziemlich leer aus. Wir fragten auf dem Rückweg vom laufen was eine Nacht kosten würde und sahen uns die Sanitäreinrichtung an. Diese war super sauber und ziemlich neu. Also buchten wir unsere 1. Nacht auf dem Campingplatz und ließen das schwimmen ausfallen. Für eine Dusche war ja jetzt gesorgt....

Freitag und somit 2 Tage vor dem Ironman 70.3 bin ich die Schwimmstrecke schon mal abgeschwommen. Wollte gerne testen ob es eine Strömung gibt und wie fit ich bin. Der test verlief gut, außer das am Ende am Camper eine eiskalte Außendusche auf mich wartete. Wozu ich die extra gebucht hatte, weiß ich auch nicht. Ich hatte wohl gedacht, dass die warmes Wasser liefert.... Außer ein bisschen sonnen, Expo genießen und die Atmosphäre vom Ironman wahrnehmen, gab es wenig an dem Tag.

Samstag Morgen, somit 1 Tag vor dem Triathlon, ging ich eine kleine Runde laufen mit ein paar kurzen schnelleren Passagen, um die Muskeln weiter zu aktivieren und fühlte mich gut. Die lange Anreise und der ungewohnte Schlafplatz machten mir nichts aus.

Ab Mittags war nur noch Beine hoch legen und entspannen angesagt.

Zwischenzeitlich hatten wir den Camper wieder direkt auf den Parkplatz am Schwimmstart abgestellt und uns für die letzte Nacht vor dem Wettkampf den besten Platz gesichert. So war der Weg morgens zum Schwimmstart nur noch 20 Meter lang.

Am Wettkampftag des Ironman 70.3 Jönköping verlief es so wie eigentlich immer...

Sehr früh aufstehen, frühstücken, etwas mobilisieren, in die Wechselzone gehen das Rad sowie alle Beutel fertig machen (Getränke und Verpflegung) und abwarten bis zum Start...

Dann ging es langsam mit dem Wettkampf los... Start der Profis mit Kanonenfeuer war rund 10min vor dem Hauptfeld. 5min später Start der Profi Frauen und anschließend mit rollendem Start alle anderen. Da wir direkt am Schwimmstart waren, hatte ich ausreichend Zeit mich fertig zu machen und mir den Start der Profis an zu schauen. Anschließend habe ich mich in die Reihe der anstehenden Schwimmer vorgepfuscht und los ging es mit dem Ironman 70.3.

Schwimmen -1,9 Kilomter:

Dieses Mal war meine Gruppe etwas schneller beim schwimmen, aber da ich mich recht weit Außen positioniert hatte, war meine Bahn frei gewesen. Gleichmäßig und vor allem in meinem Tempo schwamm ich die 1,9 Kilometer bis zum Ausstieg. Es war sehr angenehm, da es um mich herum keine Rangeleien gab und jeder ruhig für sich geschwommen ist. Die Strecke bis zu Wechselzone, führte quer durch die Stadt und war gefühlte 1000m lang. Ich erreichte aber irgendwann den Wechselzonenbereich und damit mein Rad. Schnell umziehen und ab aufs Rad.

Das Ausziehen des Neo´s ist immer recht schwierig, da dieser schon etwas älter ist und nicht ganz so elastisch wie die heutigen spitzen Modelle.

Radfahren - 90 Kilometer:

Mit dem Rad ging es die ersten 10km Bergauf, wenigstens hatte ich das Gefühl. Die anderen 70km war die Strecke recht wellig, die letzten 10km ging es dann zum Glück wieder Bergab. An sich war das Radeln nicht so schlimm, ich bin auch sehr gut durchgekommen, auch wenn ich hier eindeutig zu schnell losgeprescht bin. Das habe ich dann beim Laufen merken sollen.

Laufen -21,1 Kilometer:

Rad zum Lauf Wechsel verlief da schon deutlich besser als Schwimmen zu Rad. Es gab ja keinen Neo den ich hätte runter reißen müssen. Schuhe an und los. Es waren drei Runden zu laufen direkt um den See und ein Stück durch die Stadt hindurch. Es war recht warm gewesen und Schatten war leider keiner vorhanden. Die Strecke war auch nicht die optimalste mit vielen Schotterwegen, gepflasterten Teilabschnitte durch die Stadt hindurch und teils recht eng. Zumindest war sie sehr Zuschauerfreundlich. So konnte meine Freundin mich gut unterstützt und oft anfeuern.

Ein paar mal musste ich leider eine kurze Gehpause einlegen, es ging einfach nicht mehr.

Nach mehr als 5 Stunden erfolgte dann der ersehnte Zieleinlauf. Natürlich gab es eine Medaille um den Hals und ich war glücklich im Ziel zu sein.

Die Endzeit war zwar nicht das, was ich mir erhofft hatte, aber nach dem wenigen Training, dass ich absolviert hatte, ist alles super gelaufen.

Die Freude auf nächste Rennen war wie immer direkt vorhanden, auch wenn der Körper in diesem Moment alles andere als schwimmen, radeln oder laufen wollte...

Unsere Heimreise war recht entspannt. Und so nahmen wir uns die Zeit die Jungs von der Eissauna/Kryosauna auf dem Heimweg zu besuchen. Die Eissauna mit ihren -170 Grad 3min lang, war definitiv gut für die Regenartion. Wäre natürlich besser gewesen, die Behandlung direkt nach dem Rennen machen zu können. Freue mich trotzdem es bald wieder erleben zu können.